Die persische Küche ist geprägt durch den Orient und bietet ein durchaus abwechslungsreiches Spektrum an Gewürzen und Zutaten. Aber unverzichtbar ist ganz sicher der Reis in allen Variationen, gerne als Duftreis. Als Grundlage für die Gargerichte wird eine Portion meist gekochten Reis serviert, diese Portion ist für einen Europäer wohl kaum zu bewältigen. Die Schmorgerichte, Chorescht genannt,  bestehen meistens aus Fleisch, viel Hammel, Rind oder Huhn. Alternativ dazu wird auch Gemüse geschmort.

 

Ich hatte in Bezug auf die Würze mit einem etwas größeren Einfluss Asiens gerechnet, doch die Gerichte sind eher harmonisch gewürzt, Knoblauch und Curry sind weniger prägend . Gerne werden auch Nüsse oder getrocknetes Obst mit geschmort.

 

Sehr lecker ist z.B. Fesendschan, ein Gericht aus Hammel, gemahlenen Walnüssen und Cranberries.

 

Auch Fleischspieße, die Kakab, werden natürlich sehr gerne gegessen und sind meist auf offenem Feuer gegrillt. Dazu wird auch in Essig eingelegtes Gemüse, wie z.B. Bkumenkohl oder Rote Beete gereicht. Überhaupt sind marinierte Gemüse und Salate eigentlich immer auf einem Buffet.

 

Noch nie hatte ich unreife, grüne Pflaumen mit Salz gegessen und war sehr überrascht über diese Kombination.

 

Und nun zu dem betrüblichen Thema Alkohol. Nicht, dass man sich als einen Alkoholiker wähnt, doch ein Gläschen Wein zu einem schönen Essen oder ein löschendes Bier nach einem anstrengenden Tag ist schon sehr genüsslich. Dieses Thema ist im Iran nun mal tabu. Wir begnügen uns mit Softdrinks und Tschai oder Ayran, der hier Dugh genannt wird und gerne auch mit Minze getrunken wird.